Zoofachhandel

„Wo es gut riecht, fühle ich mich wohl. Wo ich mich wohl fühle, halte ich mich länger auf"
(Professor Peter Weinberg vom Institut für Verhaltensforschung der Universität des Saarlandes)

Mal ehrlich - wer geht schon gerne ins Zoofachgeschäft? Es wäre utopisch zu glauben, jemand kommt gerne in ein Zoofachgeschäft. Er tut es, weil er es muss:
"Ich muss mal schnell in den Zoo Laden an der Ecke." Der Satz sagt alles. Sicherlich würde er seine Zeit lieber anders nutzen. Deshalb macht es absolut Sinn, genau hier anzusetzen. Dem Neuromarketing, sprich Duftmarketing geht es darum, in diesem Fall ein lästiges Übel zu optimieren, und zwar, dass man es immer noch tun muss, es aber zu einem angenehmen lästigen Übels wird.

Der Lebensmitteleinzelhandel hat es vorgemacht; dort ist es Gang und gäbe, sog. Neuromarketing durch Duftstoffe zu betreiben.Hier geht man sogar noch einen Schritt weiter und achtet penibel auf ein harmonisches Zusammenspiel aller Sinne.

Stellen Sie sich einmal vor. Sie müssen zum Zahnarzt. Beklommen stehen Sie vor der Tür zur Praxis. Gleich werden Sie ihn wieder riechen: den typischen Zahnarztpraxisgeruch, mit dem Sie seit Ihrer Kindheit so viele unangenehme Erinnerungen verknüpft haben. Das Schlimmste - abgesehen vom Bohren! Sie öffnen Tür und ...riechen... nichts! Gut, was? Genau so könnte es zukünftig Ihren Kunden gehen.

Mit anderen Worten, über ein gut aufgesetztes Luftveredelungskonzept werden negative, olfaktorische Einflussfaktoren aus der Luft gelöscht und zusätzlich positive Botenstoffe ganz gezielt in der Luft angereichert. Quasi von der unbewussten Information "schmutzig, verwirrend, nicht kompetent und wertig" zu "sauber, sicher, kompetent und werthaltig".

Ein gutes Duftmarketing zeichnet sich dadurch aus, dass das eigentliche "Duftevent" auf der Fläche gar nicht stattfindet, sondern als ein unbemerkter Teil den Gesamteindruck des Raumes ändert.

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